Beratung: 039932-75 488 10 seminar@aki-campus.com
Mitgliederbereich (login)
Orthomolekulare Medizin bezeichnet einen komplementärmedizinischen Ansatz, bei dem Mikronährstoffe und weitere Substanzen gezielt und teilweise in hoher Dosierung eingesetzt werden. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe einschließlich Spurenelementen sowie Aminosäuren, Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Der Begriff wurde 1968 von dem US-amerikanischen Chemiker und zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling geprägt. „Ortho“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „richtig“ – gemeint sind also die „richtigen Moleküle“ in der richtigen Menge.
Grundgedanke ist, dass der Körper für seine Stoffwechselvorgänge eine ausreichende Versorgung mit diesen Substanzen benötigt. Die orthomolekulare Medizin betrachtet daher den individuellen Bedarf, der zum Beispiel durch Ernährung, Lebensphase, Belastungen oder Medikamente beeinflusst sein kann. Für einen allgemeinen Nutzen hochdosierter Nährstoffgaben zur Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten bei Menschen ohne nachgewiesenen Mangel fehlen ausreichende wissenschaftliche Belege.
Vor einer Anwendung steht in der Regel eine Anamnese, oft ergänzt durch Laboruntersuchungen von Blutwerten. Die Mikronährstoffe werden als Kapseln, Tabletten, Pulver oder als Infusion verabreicht. Häufig wird der Begriff Mikronährstofftherapie gleichbedeutend verwendet.
Auch Mikronährstoffe können mit Medikamenten in Wechselwirkung treten. Bei einer Überdosierung sind gesundheitliche Schäden möglich, insbesondere bei den fettlöslichen Vitaminen A und D. Die Einnahme sollte daher mit den Behandelnden abgestimmt werden. Empfohlene Höchstmengen sollten beachtet werden.
Synonyme
Orthomolekulartherapie, orthomolekulare Therapie
Siehe auch
Naturheilkunde, Anamnese, Phytotherapie, Mikronährstofftherapie, Mikronährstoffmedizin, Vitalstofftherapie, Nährstofftherapie
Weitere Glossar-Begriffe
