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Regulationsmedizin ist ein Sammelbegriff für Diagnose- und Behandlungsansätze, die den Organismus als sich selbst regulierendes, vernetztes System betrachten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Körper auf Reize reagiert und wie er sein inneres Gleichgewicht – in der Fachsprache Homöostase – aufrechterhält.
Der Grundgedanke: Gesundheit wird als Zustand verstanden, in dem die Regulationssysteme des Körpers, etwa Nerven-, Hormon- und Immunsystem, flexibel auf innere und äußere Einflüsse reagieren können. Regulationsmedizinische Verfahren sollen gezielte Reize setzen, auf die der Körper mit einer Anpassung antwortet.
Ein bekanntes Modell in diesem Zusammenhang ist das „System der Grundregulation“ nach Alfred Pischinger. Es beschreibt die Grundsubstanz des Bindegewebes als Ort, an dem Informationen zwischen Blutgefäßen, Nerven und Zellen ausgetauscht werden.
Zu den Verfahren, die der Regulationsmedizin zugeordnet werden, gehören unter anderem Neuraltherapie, Akupunktur, Schröpfen, Eigenbluttherapie sowie verschiedene biophysikalische Methoden. Auch klassische Naturheilverfahren wie die Hydrotherapie nach Kneipp folgen dem Prinzip, über Reize eine Reaktion des Körpers anzustoßen. Angeboten wird Regulationsmedizin vor allem von Heilpraktikern und naturheilkundlich arbeitenden Ärzten.
Synonyme
Regulative Medizin
Siehe auch
Naturheilkunde, Neuraltherapie, Informationsmedizin, Regulationstherapie, Grundregulation nach Pischinger
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